Norwegen, Outdoor & Camping, Sommer Trips
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Norwegen II: Über die Hardangervidda von Oslo nach Bergen

Das Abenteuer Norwegen beginnt – je nach Fahrpraxis mit einem sieben Meter langen und drei Meter hohen Gefährt – gleich nachdem man das Ortsschild von Oslo passiert hat. Schmale, kurvige Straßen, eingerahmt von hohen Felswänden auf der einen und tiefen Abhängen auf der anderen Seite. Alle paar Kilometer wird das Tageslicht dann von der spärlichen Beleuchtung der unzähligen, meist kurzen Tunnel abgelöst. Bei diesen Straßen handelt es sich aber nicht um irgendwelche Geheimtipp-Routen, sondern um die überregionalen Nationalstraßen, die – abgesehen von ein paar Autobahn-Kilometern rund um Oslo – zu den am besten ausgebauten Straßen Norwegens zählen. Die Landschaft lässt hier einfach nichts anderes zu.  Aber genau das ist auch das Schöne. So findet die Pause hier, statt in langweiligen Raststätten mit dem sich immer wiederholenden Coffee-to-go & Co.-Angebot,  direkt inmitten des norwegischen Landschaftspanoramas statt. Mal ein Blick über einen großen See, mal mitten im Wald und manchmal über dem tiefen Abgrund auf einem kleinen Felsvorsprung. Kein Ort gleicht dem anderen, das einzige was gleich ist, sind die fantastischen Ausblicke.

Der erste Rastplatz!

Der erste Rastplatz!

Wie immer lassen wir uns von den ersten Eindrücken so vereinnahmen und übersehen, dass es sich hier nach norwegischen Maßstäben um eine eher langweilige Gegend handelt. Die Zeit die wir uns hier nehmen, fehlt natürlich später bei den wirklichen Highlights. Das erste wirklich spektakuläre Naturerlebnis und ein Vorgeschmack auf die extremen Landschaften Norwegens erreichen wir ca. 250 nordwestlich von Oslo – die Hardangervidda.

Kurz hinter Geilo, dem letzten größeren Ort bevor es in die Einöde geht, schraubt sich die Straße in breiten Serpentinen auf über 1.000 Meter hoch. Oben angekommen ist . . . . . weit und breit nichts. Die Hardangervidda ist eine riesige Hochebene – angeblich die größte in Europa – durchzogen von einer Straße und vereinzelten Häusern. In dieser rauen Landschaft ist die Vegetation sehr karg. Bis zum Horizont ist kein Baum zu sehen. Wir halten an und steigen aus unserem Wohnmobil. Zu den widrigen Lebensbedingungen hier oben trägt sicherlich auch der stürmische Wind bei, der uns um die Ohren pfeift. Wir unternehmen einen kleinen Fußmarsch von einigen hundert Metern und freuen uns dann richtig wieder in die gemütlich warme „Stube“ unseres Wohnmobils zu kommen. Für einen längeren Aufenthalt mit einem kleinen Kind ist diese Landschaft nicht gemacht. Wir fahren daher weiter und lassen die Landschaft draußen, die trotz Ihrer Kargheit einen besonderen Reiz hat, aus dem beheizten Auto heraus auf uns wirken.

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Nach einigen Kilometer geht es wieder runter und am Fuße der Hardangervidda erreichen wir mit dem Wasserfall Voringfossen ein weiteres Natur-Highlight für das es sich auch bei schlechtem Wetter auf jeden Fall lohnt sein Fahrzeug zu verlassen.

Die nächsten zwei Tage verbringen wir auf einem Campingplatz in Qvre-Eidfjord.  Wir haben den Aufenthalt genutzt, um nach den langen Fahrten in den letzten Tagen etwas zu entspannen. Dank des Sees und eines kleinen Wildwasserflusses werden hier Wassersportarten wie Rafting (sehr lustig) und Seekajak angeboten. Auch bei einem mehrtätigen Aufenthalt sollte daher keine Langeweile aufkommen.

Ovre-Eidfjord

Ovre-Eidfjord

Route

Tipps

Der Platz ist direkt am Eidfjordsee am Fuße der Hardangervidda gelegen und aufgrund der großen Wiese direkt am Wasser auch sehr gut für Kinder geeignet.

Interessantes und sehr modernes Informationszentrum zur Natur-, Tier- und Pflanzenwelt der Hardangervidda. Für alle, die sich eine Abwechslung zum üblichen Camping-Essen gönnen möchten, können wir das angeschlossene Restaurant empfehlen. Etwas teurer aber sehr gut.

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