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Summer in the City: Ein Wochenende in Berlin

Habt ihr schon eine Städtereise mit euren Kindern für diesen Sommer geplant? Wie wäre es denn mal (wieder) mit Berlin? Zugegeben, dass klingt erstmal nicht besonders einfallsreich. Tatsächlich scheint Berlin aber in Sachen Städtetrip bei vielen Familien gar nicht ganz oben auf der Liste zu stehen. Aber es kann natürlich nicht sein, in Stockholm und Kopenhagen vorbeizuschauen und dann unsere Hauptstadt ganz zu vernachlässigen. Natürlich bietet Berlin nicht diese Mischung aus Großstadt und maritimem Urlaubsflair wie die skandinavischen Hauptstädte. Berlin ist lauter, rauher und voller Gegensätze. Ein Besuch ist herausfordernder, kann aber gleichzeitig auch interessanter sein. Vor allem mit Kindern im Schulalter wird es Zeit nach Berlin zu kommen und ihnen neben den üblichen Sehenswürdigkeiten auch etwas von der bewegten Geschichte der Stadt zu zeigen. Die beste Zeit hierfür ist der Sommer. Dann ist Berlin gar nicht so kalt und dunkel wie häufig gesagt, sondern bietet in seinen Parks und am Wasser viele schöne Ecken für ganz entspannte Momente. Noch einen entscheidenden Vorteil hat Berlin für Städtetrip-Familien. Nirgendwo sonst gibt es wohl so viele kreative …

Immer wieder: Ein Besuch im Allwetterzoo Münster

Er gehört seit Jahren zu Münster wie die Fahrräder und der Dom. Die Rede ist vom Allwetterzoo. Bei seiner Eröffnung 1974 einer der modernsten Zoos in Deutschland ist er mittlerweile an der ein oder anderen Stelle zwar etwas in die Jahre gekommen. Zoo und Stadt planen daher für die Zukunft auch erhebliche Investitionen und haben einen Masterplan Zoo 2030 aufgelegt. Aber auch in seiner heutigen Erscheinung ist der Allwetterzoo mit über 600.000 Besuchern pro Jahr weiterhin eine der Hauptattraktionen für Münster-Besucher über die Stadtgrenzen hinaus. Für Münsteraner Familien mit Kindern ist er fast ein zweites zu Hause. Objektiv sind die Hauptattraktionen des Zoos wohl eher seine spektakulären Bewohner: die sechs Elefanten, die den neu gestalteten, weitläufigen Elefantenpark durchstreifen oder die Nashörner, bei denen in den letzten Jahren immer wieder kleiner Nachwuchs dazu kam. Alles spannend und interessant, aber kommt man deshalb zwei, drei oder noch häufiger in den Zoo? Häufig sind es gar nicht unbedingt diese „Highlights“, die für Familien ein paar Stunden im Zoo immer wieder zu einem schönen und vor allem entspannten Erlebnis …

Bergwandern im Münsterland: Der Hexenpfad in Tecklenburg

Bergwandern im Münsterland. Geht nicht? Geht doch! Auch wenn unsere Freunde aus Süddeutschland darüber wahrscheinlich nur ungläubig lächeln würden, im ansonsten flachen Münsterland kann man sogar in die Berge fahren. Genau genommen in den Teutoburger Wald nach Tecklenburg, das für sich beansprucht Deutschlands nördlichstes Bergdorf zu sein. Ok, zugegebenermaßen ist der Teutoburger Wald nicht das Allgäu und der Hermannsweg kein Klettersteig aber eine abwechslungsreiche Natur- und Erlebniswanderung lässt sich hier auf jeden Fall unternehmen. Unsere heutige Wanderung – der Hexenpfad in Tecklenburg – ist eine Rundwanderung über 5,7 km, die eigentlich alles bietet um auch für Kinder interessant zu sein: Ein abwechslungsreicher Weg fast nur durch den Wald, Klettermöglichkeiten, Ruinen, Höhlen und Felsen mit dazugehörigen Sagen und Märchengeschichten und als Ausgangs- und Zielpunkt ein Städtchen mit einer Burg, Fachwerkhäusern und genügend Eisdielen. Los geht’s auf dem Parkplatz „Münsterlandblick“. Der Name hält jedenfalls was er verspricht. Bis zum Horizont breitet sich hier vor uns die grüne Ebene des Münsterlands aus. Nur die vielen  Kirchtürme oder Winderräder stechen abwechselnd aus diesem grünen Meer hervor. Wir befinden uns immerhin auf 175 Metern, für münsterländische Verhältnisse also schon fast …

Skifahren vor der Haustür: Skigebiet Willingen

Ich hoffe ihr konntet den schönen Wintern in den letzten Wochen schon zum Rodeln oder Skifahren nutzen. Falls nicht, dann nichts wie los in die Berge. Solange der Schnee noch nicht geschmolzen ist, stellt Kids-Trips euch weiterhin kindgerechte Skigebiete im Sauerland vor. Nach dem Postwiesen-Skigebiet in Neuastenberg geht es heute ins zweitgrößte Skigebiet im Sauerland, nach Willingen.     Auch wenn es auf den ersten Blick so aussieht, Willingen ist zumindest an den Wochenenden das Gegenteil von einem ruhigen, beschaulichen Ort. Egal wo man hingeht, die Après-Ski-Musik ist schon da. An der Talstation wird man von Helene Fischer verabschiedet, nur um kurz später „atemlos“ an der Ettelsberghütte direkt neben der Bergstation anzukommen und festzustellen, dass man hier mit Skiern an den Füßen schon fast auffällt. Die Umrüstung des Sessellifts am Ettelsberg auf die neue Kabinenseilbahn war daher wahrscheinlich auch keine technische Notwendigkeit um den Höhenunterschied von gerade mal 230 Metern zu überbrücken, sondern dient wohl eher dazu, um alle Feiernden von der Ettelsberghütte sicher zurück ins Tal zu bringen. Was das Unterhaltungsprogramm angeht hat sich Willingen also seine Sterne im Ski-Atlas verdient, aber wie sieht es mit …

Skifahren vor der Haustür: Das Postwiesen-Skigebiet Neuastenberg

Endlich ist es soweit. Auch wenn draußen schon wieder alles grün ist, ein paar Schneeflocken haben sich in diesem Winter bereits gezeigt. Höchste Zeit also, sich Gedanken über mögliche Wintersport-Aktivitäten zu machen. Nachdem wir in den letzten Jahren den schon lange vergessenen Spaß am Rodeln wiederentdeckt haben, stehen mittlerweile auch die ersten Geh- und Fahrversuche auf Skiern an. Doch wohin mit Kindern auf Skiern wenn es bis zum Alpenrand fast 700 km sind und damit doch etwas zu weit für ein spontanes Schneewochenende? Einen ganzen Skiurlaub zu buchen war uns dann doch etwas zu unsicher. Schließlich war noch völlig offen ob der erste Skitag mit Tränen vor Freude oder Frust enden würde. Ein Tag in der Skihalle? Für mich ist Skifahren mindestens zur Hälfte auch Naturerlebnis. Skifahren in einer künstlichen Umgebung war also auch keine wirkliche Alternative. Wie so oft lag die Lösung dann fast direkt vor der Haustür: Das gute, alte Sauerland! Sauerland? Sobald man erst mal die Gletscher dieser Welt gesehen hat, waren die deutschen Mittelgebirge als Skigebiet komplett vom Radar verschwunden. Die letzten Skierlebnisse im Sauerland waren beim Schneetag der Schule und liegen schon ein paar Jährchen zurück. Um …

Etagenbett statt all-inclusive: Familienurlaub in der Jugendherberge

Sarah ist doof! Marco liebt Lisa. Diese und noch einige weniger jugendfreie, mit buntem Filzstift an die Decke des Etagenbett gekritzelte Sprüche begleiten uns heute beim Einschlafen. Eigentlich war ich mir sicher, dass nach diversen Klassenfahrten und Aufenthalten in Schullandheimen dieses Kapitel endgültig beendet ist. Aber auf Reisen mit dem eigenen Nachwuchs muss man seine festen Prinzipien halt immer mal wieder aufgeben. Nachdem wir in der Vergangenheit schon ein Kinderhotel am anderen Ende der Komfort-Skala ausprobiert haben, schien uns für einen Wochenendaufenthalt in Karlsruhe diesmal eine preisgünstige, zweckmäßige und hoffentlich auch kinderfreundliche Unterkunft angebracht. Wir waren daher gespannt ob die klassische Jugendherberge tatsächlich eine passende Unterkunftsalternative auch für künftige Familienreisen ist. Bei der Ankunft finden wir uns dann auch sehr schnell in der typischen Jugendherbergs-Atmosphäre wieder. Aus einem Fenster im 1. Stock weht eine südamerikanische Nationalfahne. In der Eingangshalle stellen wir fest, dass diese zu einer Gruppe von ecuadorianischen Austauschülern gehört, die gefühlt die gesamte Jugendherberge auf allen Fluren und Gängen bevölkern. Die Begrüßung an der Rezeption fällt dann sehr freundlich und persönlich aus. Als …

Falls der Winter doch noch kommt: Rodel-Tipps für Allgäu und Schwarzwald

Wenn es um die Freizeitgestaltung im Winterhalbjahr geht, teilt sich die Welt in Skifahrer und Nicht-Skifahrer. Dieser Konflikt stellt auch Familien immer wieder vor eine harte Probe. Das ist auch bei uns nicht anders. So gibt es zu der Frage wann man einen Dreijährigen am besten das erste Mal auf Skier stellt derzeit drei Meinungen: 1) In diesem Winter sobald endlich Schnee liegt 2) Frühestens im nächsten Winter 3) Jetzt sofort. Aber egal wann die Skier das erste Mal angeschnallt werden, Schneespaß geht auch ohne Skifahren. Mit Rodeln gibt es nämlich noch einen anderen Wintersport bei dem alle – wirklich alle – Familienmitglieder auf ihre Kosten kommen. Für Kinder ist Rodeln eigentlich der ideale Einstieg ins Schneevergnügen. Während die „Tränenquote“ im Ski-Kindergarten gerade bei den Kleinen doch noch sehr hoch ist, hört man beim Rodeln selten ein „ich kann nicht mehr, ich will nicht mehr“. Voraussetzung ist natürlich, dass der Weg nach oben auf dem gezogenen Schlitten zurückgelegt wird. Das Wichtigste aber ist, dass Rodeln eine der wenigen gemeinsamen Freizeitaktivitäten ist, bei denen der Spaßfaktor für Eltern und Kinder gleich groß ist. …

Wandern mit Kindern im Nordschwarzwald – Über die Hornisgrinde zum Mummelsee

Tragen oder Laufen? Diese Frage stellt sich vor jeder Wanderung mit kleineren Kindern. In den ersten beiden Lebensjahren ist es ja noch recht problemlos möglich, mit der Wander-Kraxe auch etwas längere Ausflüge zu Fuß zu unternehmen. Dies ändert sich spätestens wenn die magische 20 Kilogramm-Marke in Sichtweite rückt. Leider ist gerade zu dieser Zeit das Laufen längerer Strecken auch noch kein „Selbstläufer“. Auch die abwechselnde Kombination aus Tragen und Laufen ist nicht wirklich zielführend wie wir feststellen mussten. Ist die Wander-Kraxe mit dabei, will meistens auch jemand drin sitzen. Aber auch in dieser Zeit sind gemeinsame und entspannte Familienwanderungen möglich, vorausgesetzt man hat die passende Wanderroute ausgewählt. Loslaufen und mal überraschen lassen wann man wo ankommt, funktioniert definitiv nicht. Zum Glück gibt es aber in jeder Region unzählige Wanderrouten, die für beide – Eltern und Kind – ein schönes Erlebnis und auch eine kleine Herausforderung darstellen. Eine solche kurze, aber trotzdem interessante Wanderung mit tollen Ausblicken ist die Überquerung der Hornisgrinde – dem mit 1.163 Metern höchsten Berg im Nordschwarzwald. Die Wanderung ist insgesamt recht leicht, so dass sie von Kindern sowohl „Huckepack“ …

Mandelblüte vor der Haustür – Kleine Familienwanderung auf dem Pfälzer Mandelpfad

Muss man im April oder Mai nach Mallorca oder Andalusien fahren, um die Mandelblüte zu erleben? Nein, den auch in der Pfalz gibt es alljährlich eine Mandelblüte, die sich durchaus sehen lassen kann. Die schönsten Mandelhaine sind über den „Pfälzer Wanderpfad“, einem rund 80 km langen Wanderweg von Bad Dürkheim im Norden bis Bad Bergzabern an der Südlichen Weinstraße, miteinander verbunden. Daneben gibt es diverse Rundwege, die es ermöglichen die Eindrücke der Mandelblüte auch auf kürzeren Wanderungen zu erleben. Ideal für eine kurze Familienwanderung ist der 4,5 Kilometer lange Rundweg von Edenkoben in das Weindorf Rhodt und wieder zurück (Rundweg 1 des Pfälzer Mandelpfads). In Edenkoben, das direkt an der A65 zwischen Landau und Neustadt an der Weinstraße liegt, beginnt die Wanderung. Zunächst geht es Orts auswärts auf dem Fahrradweg der Landstraße in Richtung Schloss Villa Ludwigshöhe am Rand des Pfälzer Waldes. Die Ausblicke hier sind fantastisch, wir wandern durch die leicht hügeligen Weinberge, vor uns erhebt sich der Höhenzug des Pfälzer Waldes auf bis zu 500 Meter, im Rücken haben wir die endlos weite …

Tour de Murg – Radwandern mit Kind im Nordschwarzwald

Wir stehen auf dem Bahnsteig im Karlsruher Bahnhof und überlegen uns was eine Niederflurbahn von einer Mittelflurbahn unterscheidet. Für das Gelingen unserer heutigen Reiseplanungen ist dieses technische Detail nicht unerheblich. Wir warten auf die S-Bahn nach Freudenstadt im Schwarzwald, die uns zum Ausgangspunkt der „Tour de Murg“ bringen soll. Dieser Radwanderweg führt über rund 70 Kilometern durch das Murgtal von Freudenstadt auf fast 800 Höhenmetern hinunter in die Rheinebene bis nach Rastatt. Dabei verläuft der Weg nicht nur parallel zur Murg – einem kleinen Schwarzwaldfluss – sondern auch zur S-Bahnlinie Freudenstadt – Karlsruhe. Es ist daher jederzeit möglich, die Tour an einer der vielen Haltepunkte abzukürzen. Daher soll die „Tour de Murg“ auch mit Kindern, ob auf dem eigenen Fahrrad oder noch im Kindersitz bestens geeignet sein. Hier und jetzt auf dem Bahnsteig kommen mir allerdings leichte Zweifel, ob das Unterfangen tatsächlich so einfach zu bewerkstelligen ist. Unsere Räder sind schwer bepackt mit Satteltasche und Kindersitz. Zusätzlich haben wir gut gefüllte Rucksäcke auf dem Rücken. Das Gepäck muss zwar nur für eine Übernachtung reichen, aber …