Berlin, Deutschland, Sommer Trips, Städte Trips
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Summer in the City: Ein Wochenende in Berlin

Habt ihr schon eine Städtereise mit euren Kindern für diesen Sommer geplant? Wie wäre es denn mal (wieder) mit Berlin? Zugegeben, dass klingt erstmal nicht besonders einfallsreich. Tatsächlich scheint Berlin aber in Sachen Städtetrip bei vielen Familien gar nicht ganz oben auf der Liste zu stehen.

Aber es kann natürlich nicht sein, in Stockholm und Kopenhagen vorbeizuschauen und dann unsere Hauptstadt ganz zu vernachlässigen. Natürlich bietet Berlin nicht diese Mischung aus Großstadt und maritimem Urlaubsflair wie die skandinavischen Hauptstädte. Berlin ist lauter, rauher und voller Gegensätze. Ein Besuch ist herausfordernder, kann aber gleichzeitig auch interessanter sein. Vor allem mit Kindern im Schulalter wird es Zeit nach Berlin zu kommen und ihnen neben den üblichen Sehenswürdigkeiten auch etwas von der bewegten Geschichte der Stadt zu zeigen. Die beste Zeit hierfür ist der Sommer. Dann ist Berlin gar nicht so kalt und dunkel wie häufig gesagt, sondern bietet in seinen Parks und am Wasser viele schöne Ecken für ganz entspannte Momente.

Noch einen entscheidenden Vorteil hat Berlin für Städtetrip-Familien. Nirgendwo sonst gibt es wohl so viele kreative Kinder- oder Familiencafés – auch, aber nicht nur in Prenzlauer Berg. Hier findet ihr einen Überblick wo ihr zwischen Museumsbesuch und Stadtrundfahrt eine Café-Pause ohne gelangweilte Kinder einlegen könnt.

Empfehlungen im Sinne von „Was muss ich mit meinen Kindern in Berlin gemacht haben“ werden wir uns sparen. Hierzu ist bereits alles geschrieben. Stattdessen gibt es – ganz ohne Anspruch auf Vollständigkeit und Geheimtipp-Status – einfach drei Unternehmungen, bei denen ihr hoffentlich während eures Familientags in Berlin  ein paar schöne Stunden verbringen werdet:

Eine Bootsrundfahrt auf der Spree ist zu touristisch? Mag sein. Aber  es gibt nach einem stundenlangen Stadtrundgang  wahrscheinlich keine bessere Möglichkeit, die Laune zu heben und die schmerzenden Füße hoch zu legen. Bei guten Wetter kann man vom Oberdeck gemütlich an den Hauptsehenswürdigkeiten Berlins vorbei schippern und den weiteren Tagesablauf planen. Das Angebot der Reedereien reicht von der einstündigen Stadtrundfaht bis zur Tagestour über Havel und Wannsee. Für einen spontanen Bootsausflug startet ihr am Besten zentral von der Anlegestelle Friedrichstraße. Von dort führen die Rundfahrten durch das Regierungsviertel und in Richtung Dom und Museumsinsel.

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Vor allem die Museumsinsel solltet ihr euch aber nicht nur vom Wasser aus ansehen. Sicherlich passt ein ausgedehnter Museumsbesuch selten in den Zeitplan eines Städttrips mit der ganzen Familie. Aber die Museumsinsel ist auch ohne Besuch eines der weltberühmten Museen ein schöner Platz. Der besondere Eindruck und die Bedeutung dieses Ortes lässt sich auch bei einer kurzen Pause auf den Bänken vor der Nationalgalerie erleben. Die kulturelle Anziehungskraft wird schon alleine durch die Vielzahl der Menschen aus aller Welt deutlich. Vielleicht weckt dies ja sogar bei Kindern die Neugierde und sie möchten beim nächsten Mal selber hinter die Museumsmauern schauen. Einen schönen Kontrast zur Jahrtausend alten Kultur auf der Museumsinsel findet ihr direkt auf der anderen Spreeseite im Monbijoupark. Auf diesem grünen Fleck direkt an der Spree könnt ihr mitten in der Stadt unter großen Bäumen entspannen. Hier gibt es einen Spielplatz, ein Open-Air Theater und eine Strandbar.

Für das historisch-politische Programm ist ein Besuch des Reichstages und vor allem der Kuppel natürlich ein beeindruckendes Erlebnis. Leider ist der Zugang mittlerweile nur noch nach langfristiger Voranmeldung möglich. Eine gute Alternative ist daher die Mauergedenkstätte an der Bernauer Straße. An diesem historischen Ort wurde im Jahr 1961 der erste Abschnitt der Berliner Mauer gebaut. Hier entstanden die bekannten Bilder von zugemauerten Fenstern und Türen und Menschen, die durch einen Sprung aus dem Fenster in letzter Minute auf die andere Seite flüchten.  Heute steht hier der größte noch erhaltene Abschnitt der Berliner Mauer. Auf einigen hundert Metern ist auch die vollständige Grenzanlage erhalten. Besonders anschaulich sind die großformtigen Plakate, die Straßen und Häuser in der Umgebung zu Zeiten der Mauer zeigen. Das Dokumentationszentrum bietet einen informativen und gleichzeitig durch verschiedene Medien auch für Kinder gut zugänglichen Blick auf die Geschichte der deutschen Teilung und Wiedervereinigung.

Einerseits hinterlässt der Besuch ein beklemmendes Gefühl angesichts der Betonmauer, der Wachtürme und der tristen Bilder vom damaligen Alltag auf beiden Seiten der Mauer. Gleichzeitig spazieren Menschen aus vielen Ländern entlang der Mauerlinie und Kinder spielen auf der großen Rasenfläche. Auf dem ehemaligen Todesstreifen findet heute das Leben statt. Diesen Lauf der Geschichte wirklich erlebbar zu machen, ist das Besondere an diesem Ort.

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Copyright Stiftung Berliner Mauer

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Zum Schluss noch ein Tipp für eine wirklich gute und familiengerechte Unterkunft für euren Hauptstadtbesuch. Das Jugendgästehaus am Hauptbahnhof ist fußläufig zehn Minuten vom Hauptbahnhof und damit von allen wichtigen Verkehrsverbindungen in alle Richtungen entfernt. Trotzdem liegt die Unterkunft sehr ruhig in einer Nebenstraße und verfügt über eigene Parkplätze. Das Haus bietet alles was Familien brauchen: zweckmäßige, geräumige Familienzimmer mit eigener Dusche und WC, freundliche Mitarbeiter mit guten Tipps zu Aktivitäten, Fahrplänen, ein reichhaltiges Frühstücksbuffett und nicht zuletzt eine Familienlounge mit Fernseher, Bücher- und Spieleecke. Wer eine Unterkunft mit entspannter und familienfreundlicher Atmosphäre sucht, ist hier auf jeden Fall gut aufgehoben.

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