Norwegen V: Elternzeit im Wohnmobil – Unser persönliches Fazit

Wir sind auf dem Rückweg unserer Norwegen-Tour in Richtung Göteborg, wo wir die Fähre nach Dänemark nehmen werden. Vom Geirangerfjord, dem nördlichsten Punkt unserer Reise, geht es zunächst wieder nach Lom und von dort durch das Gudbrandstal über Lillehammer und Hamar nach Oslo und weiter nach Göteborg.

Nach den vielen extremen Natureindrücken von den Fjorden und Gletschern wirkt das Gudbrandstal idyllisch, unspektakulär. Es erinnert ein wenig an deutsche Mittelgebirge. Auch das Fahren ist auf der gut ausgebauten Straße entspannt, aber auch etwas langweilig. Nach den vielen Passhöhen und Serpentinenstraßen vermisst man hier schon fast die Herausforderung. Dafür bleibt schon etwas Zeit, unsere Reise nochmal Revue passieren zu lassen und ein erstes Fazit zu ziehen.

Leider der einzige Elch, der uns begegnet ist.

Leider der einzige Elch, der uns begegnet ist.

Das sind unsere Erfahrungen:

Eine unglaublich schöne Reise mit vielen Natureindrücken.

Ein klein bisschen Abenteuer, da man auf einer Wohnmobiltour nie genau weiß wo man abends übernachtet und was einen dort erwartet.

Wohnmobilurlaub ist ideal mit kleinen Kindern. Das Angebot an Campingplätzen ist mittlerweile so breit, dass man je nach Vorliebe vom kleinen Freizeitpark mit Kinderanimation bis zum ruhigen, naturnahen Platz alles findet. Eine schöne Sache ist auch, dass man eigentlich niemals allein ist. Überall trifft man auf Gleichgesinnte mit denen man sich über die Reiseerfahrungen und die geplante Tour austauschen kann. Kinder finden auf den Campingplätzen schnell Anschluss.

Elternzeit im Wohnmobil ist scheinbar schon weit verbreitet. Wir haben nicht wenige junge Eltern aus Deutschland getroffen, die mit ihrem einjährigen Kind im Wohnmobil, VW-Bus oder teilweise sogar nur mit Zelt unterwegs waren.

Norwegen ist ein schönes Land und eine Reise durch Norwegen sollte man sich nicht – wie ich immer gedacht habe – für sein Rentenalter aufheben. Der richtige Zeitpunkt ist genau jetzt, egal wie alt man ist. Es gibt wahrscheinlich wenig Reiseziele, die so bequem und risikolos ein solch beeindruckendes Naturerlebnis bieten.

Die Menschen in Norwegen sind trotz ihrer skandinavischen Zurückhaltung sehr gastfreundlich und sympathisch. Bis in das kleinste Dort kann man sich ohne Probleme auf Englisch verständigen. Vor allem ist Norwegen ein sehr kinderfreundliches Land. Wir haben nirgendwo das Gefühl gehabt, dass man mit Kind und dem damit einhergehenden Geräuschpegel stört. Dabei muss man sagen, dass die Norweger selbst in den Ferien und am Wochenende bevorzugt mit ihren Kindern auf dem Land unterwegs sind. Viele haben eigene Hütten am Fjord oder im Wald. Nicht selten hat aber auch eine norwegische Familie auf dem Campingplatz neben uns ihr Zelt aufgeschlagen.

Aber das Wichtigste und Beste an dieser Reise war ganz einfach: Zeit, gemeinsame Zeit. Hierfür hat sich die Elternzeit gelohnt und das gemeinsame Abenteuer, im Wohnmobil aufzubrechen hat dieses tolle Gefühl der gemeinsamen Zeit natürlich noch verstärkt. Dabei ist es ganz egal wohin man fährt und was man macht. Wir haben erfahren, dass es einfach darauf ankommt sich Zeit für seine Familie zu nehmen und etwas gemeinsam zu unternehmen.

Wir werden also in Zukunft sicherlich wieder zusammen mit dem Wohnmobil aufbrechen. Ob wieder für drei Monate und ob wieder nach Norwegen steht noch nicht fest. Aber darauf kommt es ja auch nicht drauf an. Die gemeinsame Zeit und das Abenteuer können wir jederzeit und überall finden.

Route

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4 thoughts on “Norwegen V: Elternzeit im Wohnmobil – Unser persönliches Fazit

    • Hallo Daniel,
      vielen Dank! Euer Bericht macht auch Lust auf Schweden. Das steht auch noch ganz oben auf unserer Liste. Skandinavien, Wohnmobil und Kind passen einfach gut zusammen.

  1. Pingback: Elternzeit die Zweite: Bleibt alles gleich oder wird alles anders? | Kids-Trips - Familienreise-Blog

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